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Risikofaktor Cholesterin

Mit der richtigen Ernährung zu mehr Gesundheit

Bei einem zu hohen Cholesterinspiegel steigt das Risiko für Herzinfarkt und andere Erkrankungen. aks Ernährungswissenschafterin Mag. Angelika Stöckler gibt anlässlich des Internationalen Tages des Cholesterins am 19. Juni Ernährungsempfehlungen, die zu einem gesunden Cholesterinspiegel beitragen können.

Cholesterin ist ein fettähnlicher Stoff, der für den Bau von Körperzellen, Hormonen und Gallensäuren erforderlich ist. Dieser Stoff wird vom Körper selbst hergestellt. Ein erhöhter Cholesterinspiegel gilt allerdings als Hauptrisikofaktor für den Herzinfarkt. „Da unser Körper Cholesterin in ausreichender Menge selbst herstellt, bräuchten wir eigentlich keine Zufuhr durch Lebensmittel. Bei entsprechender Veranlagung oder durch übermäßigen Verzehr tierischer Lebensmittel kann es zu einem gefährlichen Anstieg des Cholesterinspiegels im Blut kommen", so Stöckler.

Ausgewogen statt kompletter Verzicht
Deshalb sollten Personen mit einem hohen Cholesterinspiegel mit cholesterinreichen Lebensmitteln grundsätzlich sparsam umgehen. Die Ernährungswissenschafterin rät allerdings davon ab einzelne Lebensmittel komplett zu vermeiden: „Statt beispielsweise auf Eier komplett zu verzichten ist es besser, wenig Fleisch und Wurstwaren, dafür täglich Salat, Gemüse, Obst und Vollkornbrot zu essen." Auch Butter in vernünftigen Mengen ist erlaubt. „Ideal ist Sommerbutter oder Alpbutter, denn diese haben eine ähnlich wertvolle Zusammensetzung wie pflanzliche Öle", so Mag. Stöckler. Beim Braten und Kochen rät sie zu Pflanzenölen, vor allem Rapsöl. „Genau wie Olivenöl können Sie es auch hoch erhitzen. Wertvolle Pflanzenöle tragen zur Senkung des Cholesterinspiegels bei. Sie können Pflanzenöl vielseitig verwenden und damit auch sehr gut backen", meint Angelika Stöckler. Für das Salatdressing empfiehlt sie Oliven-, Raps- oder Walnussöl.

Fettreiche Speisen vermeiden
Weitaus kritischer sind hingegen fettreiche Speisen, die den Cholesterinspiegel ansteigen lassen. Daher ist es ratsam Speisen wie Frittiertes, Wurstwaren, fettreiche Käsesorten, Chips und Knabbergebäck nur sehr selten zu essen. Das gilt auch für Kekse, Gebäck aus Blätterteig oder Plunderteig (z.B. Croissants, Topfentascherl) und Cremetorten. LiebhaberInnen von Wurst und Käse empfiehlt die Ernährungswissenschafterin zu magerem Schinken zu fettarmen Käsesorten zu greifen. „Eine feine Alternative sind auch pikante Topfenaufstriche. Ebenso lohnt es sich ein- bis zweimal wöchentlich schonend gegarten Fisch in den Speiseplan einzubauen, denn dieser wirkt sich günstig auf die Blutfette aus", rät Angelika Stöckler.

Das richtige Essen schützt
Zu den empfehlenswerten Lebensmitteln für einen ausgeglichenen Cholesterinspiegel zählen neben den wertvollen pflanzlichen Ölen und Nüssen sind das vor allem Obst und Gemüse. Sie enthalten die sogenannten „antioxidativen" Vitamine  A, C, E und Beta-Carotin, die eine schützende Wirkung haben. Auch Vollkornprodukte sind empfehlenswert. „Es lohnt sich daher regelmäßig Vollkornbrot, Müsli mit Getreideflocken und Vollkornteigwaren zu essen", meint Mag. Stöckler.

 

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